Zwei Werkreihen des Künstlers stehen vis a vis zu den Plastiken von Otto Flath:

Im kleinen Ausstellungsraum neben der ursprünglichen Werkstatt von Otto Flath steht das Ensemble „ Verspottung“, sieben Holzskulpturen als eine moderne dreidimensionale Version des Tafelbildes von Matthias Grünewald ( 1503) „ Die Verspottung Christi“. Der Bildhauer schafft eine Situation mit seinen Skulpturen, die den Museumsbesucher vom bloßen Betrachter zumZeugen der Szenerie werden läßt und kreiert ein Nachdenken über das Thema des „Geringsten“.

Die bemalten Skulpturen nehmen thematisch Kontakt auf mit den religiösen Plastiken und Altären von Otto Flath. Formal unterscheiden sie sich von ihnen durch ihre räumliche Wucht, die den Betrachter einlädt sich zwischen den Skulpturen zu bewegen und somit einTeil des Ensembles zu werden.

Im großen Ausstellungsraum stehen mitten in der Sammlung Flaths neue Skulpturen von Klaus Effern. In der Technik der Montage sind diese Übermenschen mit Gipselementen, Ästen und Holzteilen zusammengebaut. Den Skulpturen sieht man ihren Entstehungsprozess in den verschiedenen Brüchen, Korrekturen und Ergänzungen an. Trotz ihrer Übergröße nehmen sie direkten Kontakt zu uns auf, und fordern uns als skulpturales Gegenüber in einer Ambivalenz von Schrecken und Ästhetik heraus. Die Skulpturen stellen sich optisch und inhaltlich quer zu den Altären und Plastiken von Otto Flath, die ganz traditionell aus einem Stamm geschnitzt sind.

Das Bild des Übermenschen als eine zum Scheitern verurteilte Utopie präsentiert uns der Künstler in Form der Monumentalskulptur. In ihrer Größe, Pose und ihrem Habitus transportieren diese Skulpturen einen Typus Mensch, der sich über andere stellt, eigene Werte schafft und alle anderen Regeln ablehnt. Man ahnt jedoch, wie kaputt und vergänglich sie sind.

Die Assoziationen zu Nietzsches Begriff des Übermenschen, sowie zu anderen utopischen Vorstellungen, stehen ebenso im Raum, wie aktuelle politische Strömungen, wie z.B. die, der Tech - Elite des Silicon Valley.

Klaus Effern lebt und arbeitet in Bremen.

 

Termine
Beginn Ende Info
Samstag, 26.09.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Sonntag, 27.09.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Samstag, 03.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Sonntag, 04.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Samstag, 10.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Sonntag, 11.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Samstag, 17.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Sonntag, 18.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Samstag, 24.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Sonntag, 25.10.2026 14:00 Uhr 15:00 Uhr
Samstag, 31.10.2026 14:00 Uhr 17:00 Uhr
Eintritt
4,00 € Regulärer Eintritt

Jugendliche frei

Location
Kunsthalle Flath

Bismarckallee 5, 23795 Bad Segeberg
Otto-flath-stiftung.badsegeberg.de

Informationen zur Barrierefreiheit:
Zertifiziertes inklusives Museum
Künstler*in(nen)
Klaus Effern und Otto Flath